Game "The R.E.D. Album"

- Game "The R.E.D. Album"
Universal
Das Westküsten-Revial geht in die nächste Runde: Game meldet sich jetzt mit dem „R.E.D. Album“ zurück, das er gemeinsam mit Pharrell Williams produziert hat! Außerdem wieder mit von der Partie: die West-Coast-Legende Dr. Dre!
Kaum ein anderer Rapper hat in den letzten fünf Jahren für so viel Furore gesorgt wie Game: Sein Name steht nicht nur für aggressiven Flow und das Revival des Westküsten-Rap, sondern auch für diverse Zerwürfnisse mit anderen Protagonisten der HipHop-Welt. Für die eine Fraktion ist er „West Coast’s finest MC“; die anderen hassen und attackieren ihn – nicht umsonst hieß eine seiner ersten Smash-Singles „Hate It Or Love It“.
Doch sie alle hören ganz genau hin, wenn er sich zu Wort meldet. So auch jetzt. Denn nachdem Game, der sich neuerdings nicht mehr The Game nennt, ursprünglich seine Karriere nach drei LPs an den Nagel hängen wollte, steht der 30-Jährige nun doch mit seinem vierten Album in den Startlöchern.
Produziert wurde das „R.E.D. Album“ von Game und Pharrell Williams, der die Gelegenheit natürlich sofort beim Schopfe packte: „Game ist ein lässiger Typ, und ich finde es großartig, dass ich ihm dabei helfen durfte, all die unterschiedlichen Facetten seines Könnens auf dem Album zu präsentieren. Das allein ist schon der Hammer, aber noch unglaublicher ist, dass ich als absoluter Fan es kaum glauben kann, Songs für ein Album produziert zu haben, an dem auch eine Legende wie Dr. Dre mitgearbeitet hat. Da fühlt man sich mit einem Mal ganz klein, und dafür hat Game definitiv einen gut bei mir“, sagte der Neptunes-Mastermind.
Als erste Street-Single präsentiert Game den Track „It Must Be Me“, ein von Pharrell produzierter West-Coast-Banger, auf dem er ultraharte Lyrics abfeuert – und dabei ähnlich aggressiv wie der junge Ice Cube klingt. Dass er auch andere Töne anschlagen kann, stellt er jedoch bereits mit der ersten offiziellen Singleauskopplung unter Beweis: Ebenfalls von Williams produziert, teilt er sich auf „Ain’t No Doubt About It“ das Mikrofon mit Justin Timberlake und knüpft dort an, wo Snoop mit „Beautiful“ vor einigen Jahren aufgehört hat. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal die Gelegenheit haben würde, mit Justin zu arbeiten, und ich muss sagen, dass mich das Ergebnis jedes Mal umhaut“, so Game über die Arbeit mit Timberlake. Auch im Video zu „Ain’t No Doubt About It“, das dieser Tage realisiert wird, sind J.T. und Pharrell an der Seite von Game zu sehen.
Wie bereits von Pharrell angedeutet, war Game zudem nach langer Zeit erstmals wieder mit seinem Entdecker Dr. Dre im Studio, der auf dem „R.E.D. Album“ nicht nur Beats beisteuert, sondern auch am Mikrofon zu hören ist. Der Kommentar von Game: „Dre ist eine Legende des HipHop, und er ist einer der Gründe, warum ich überhaupt Musik mache. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie es sich anfühlt, wieder so eng mit ihm zusammenzuarbeiten.“
Was das Ergebnis der Aufnahme-Sessions betrifft, weiß er schon jetzt, dass das „R.E.D. Album“ sämtliche Vorgängeralben in den Schatten stellen wird: „Zwei meiner absoluten Lieblingsproduzenten haben mich dieses Mal unterstützt, insofern könnte ich mir kein besseres Album vorstellen.“ Zu weiteren Produzenten, die an den Aufnahmen zum „R.E.D. Album“ beteiligt waren, zählen Timbaland, Cool & Dre, DJ Khalil, Drumma Boy und Swizz Beatz.
Obwohl man den Titel des Albums durchaus als Anspielung auf seine Vergangenheit als Mitglied der Bloods (einer berüchtigten Gang aus L.A., die seit Jahrzehnten mit den Crips im Clinch liegt) lesen könnte, sagte Game bereits, der Albumtitel basiere auf der Tatsache, dass er sich nach der Ankündigung, seine Karriere an den Nagel zu hängen, nun doch wieder dem HipHop widmet: „Ehrlich gesagt waren es die Fans, die meinem neuesten Projekt den Namen ‘R.E.D.’ verpasst haben, weil ich zuvor bekannt gegeben hatte, dass ich mich doch nicht zur Ruhe setzen und mich stattdessen wieder dem HipHop widmen würde – und dabei das Wort ‘rededicate’ benutzt hatte.
Aus ‘rededicate’ wurde dann schließlich ‘R.E.D.’“, so Game. Aufgewachsen im berüchtigten Compton, der Geburtstätte des Gangsta-Rap, bekam der im November 1979 geborene Jayceon Terrell Taylor den Spitznamen Game schon als Kind von seiner Großmutter verpasst, weil er einfach nicht zu bremsen war, wenn’s ums Spielen ging – egal ob Basketball, Wettlauf, Radfahren oder irgendwelche Spiele in den Straßen seiner Neighborhood. Jedoch sorgten familiäre Probleme (vor allem mit seinem Vater) dafür, dass er sechs Jahre seiner Kindheit in einem Heim verbringen musste.
„Meine Kindheit war sicherlich hart, aber sie war auch nicht viel anders als das, was meine Freunde in der Hood mitmachen mussten,“ so Game. Kurze Zeit nach seiner Rückkehr zu seiner Mutter wurde eines seiner Geschwister erschossen. Von da an folgte Game einem seiner älteren Brüder – Big Fase 100.
Während Fase zunächst noch versuchte, seinen kleinen Bruder von jeglicher Kriminalität fernzuhalten, landete Jayceon nach dem Tod eines weiteren Bruders endgültig auf der Straße, wo er sich irgendwie auf eigene Faust durchschlagen musste. Obwohl er in einer Gegend aufwuchs, die größtenteils von den Crips dominiert wurde, schloss er sich der verfeindeten Bloods-Gang an und zog gemeinsam mit Fase ein erfolgreiches Drogen-Business auf.
Im Oktober 2001 wurde er bei einem gescheiterten Drogen-Deal fünf Mal angeschossen und lag daraufhin drei Tage lang im Koma. Als Game dann im Krankenhaus aus dem Koma erwachte, fasste er den Entschluss, aus dem Drogengeschäft auszusteigen und stattdessen an seinen Rap-Skills zu arbeiten. Nach einer ersten Mixtape-Veröffentlichung meldete sich Dr. Dre bei Game und nahm ihn bei Aftermath Entertainment unter Vertrag. Danach ging alles Schlag auf Schlag... Denn bereits mit der Veröffentlichung von „The Documentary“ war ein neuer Superstar im Westküsten-Rap geboren: Kritiker bezeichneten Games Debüt als Meilenstein der HipHop-Geschichte; die von Dr. Dre produzierte LP ging sofort auf Platz #1 in den US-Charts (#11 in Deutschland und Top-10 in zehn weiteren Ländern!) und wurde zum meistverkauften Westküsten-Album seit „2001“ von seinem Mentor.
Inzwischen über sieben Millionen Mal verkauft, brachte „The Documentary“ zudem die Hit-Singles „How We Do“ (Top-10 in Deutschland), „Hate It Or Love It“ und „Dreams“ hervor, die sich allein in Deutschland 100.000 Mal verkauften und Game schließlich eine Echo-Nominierung in der Kategorie „Künstler des Jahres HipHop/R&B International“ bescherten. Außerdem wurde er 2005 für zwei Grammys nominiert („Best Rap Song“ und „Best Rap Performance“). Danach legte der zweifache Vater die Alben „Doctor’s Advocate“ (2006; #1 in den US-Charts) und „L.A.X.“ (2008; #2 in den US-Charts) vor, glänzte außerdem auf der Kinoleinwand (unter anderem in „Waist Deep“ und „Street Kings“) und war standesgemäß in diverse Fehden innerhalb der HipHop-Szene verwickelt (z.B. mit Ja Rule, Jay-Z und 50 Cent bzw. der G-Unit, zu der er zu Beginn seiner Karriere gerechnet wurde), was seine Anhängerschaft jedoch nur vergrößerte.
Obwohl der selbst erklärte „West-Coast-Nigger mit einem East-Coast-Flow“, der unter anderem bereits mit Eminem, Lil Wayne, Ludacris, Ne-Yo, Nas, Busta Rhymes, Kanye West, Timbaland, Snoop Dogg, Mary J. Blige und Mariah Carey gearbeitet hat, nach der Veröffentlichung von „L.A.X.“ ankündigte, dass er kein weiteres Album aufnehmen wolle (Zitat: „Drei Alben sollten doch eigentlich genügen, um zu zeigen, worum es mir geht.“), meldet er sich nun mit seinem vierten Album zurück.
Bestellen

