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Derek Sherinian "Molecular Heinosity"

Derek Sherinian "Molecular Heinosity"
InsideOut Music

Nur sehr wenige internationale Keyboarder/Komponisten genießen einen so glänzenden Ruf wie Derek Sherinian. Der Amerikaner spielte bereits bei Kiss, Billy Idol und der Alice Cooper Band und war Mitglied der elitären Prog Metal-Stars Dream Theater.

Seit seinem 1999er Solodebüt Planet X veröffentlicht er regelmäßig Alben unter eigenem Namen. Die neueste, insgesamt sechste Sherinian-Veröffentlichung trägt den Titel Molecular Heinosity und präsentiert neben packenden Prog Metal-Kompositionen erneut eine Reihe illustrer Gäste, darunter Zakk Wylde (Black Label Society, Ozzy Osbourne), Virgil Donati (u.a. Steve Vai, Steve Walsh, Planet X) und Tony Franklin (Blue Murder, Jimmy Page).

„Warum soll man mit den Truthähnen scharren, wenn man auch mit den Adlern aufsteigen kann”, lacht Sherinian. „Ich habe die Musiker für mein Album auf die gleiche Art handverlesen wie ein Casting-Agent sich Schauspieler für einen Film sucht – jeder ist perfekt für seine Rolle. Ich schreibe Material auf der Grundlage meiner Einflüsse und aus der Perspektive des Zuhörers. Sobald ich die Struktur oder die Atmosphäre eines neuen Songs habe, versuche ich mir das ultimative Team von Musikern dafür vorzustellen. Und wenn ich schon im Vorfeld weiß, wer auf dem Track zu hören sein wird, versuche ich immer in Gedanken mit den Beteiligten zu komponieren. Ich betreibe einen gewaltigen Aufwand beim Schreiben und Arrangieren meiner Musik, und nur die weltbesten Musiker verdienen es, sie zum Leben zu erwecken.“

Sherinian gehört zu jener Spezies Musiker, die weit über den Tellerrand ihres Hauptinstruments hinausblicken und sich sowohl handwerklich als auch kompositorisch ungemein vielseitig orientieren. Wie charakterisierte ihn Ausnahmegitarrist John Petrucci, mit dem Sherinian bei Dream Theater spielte, so aussagekräftig: „Derek steht total auf Gitarristen und Rockmusik, seine eigene Geschichte, und auf die Bandbreite aller großartigen Gitarristen, mit denen er gearbeitet hat. Er spielt mit einem inneren Feuer, wie man es bei den meisten Keyboardern vergeblich sucht.“

Dementsprechend klingt auch Molecular Heinosity, bei dem Schlagzeuger Brian Tichy (Ozzy, Foreigner, Pride & Glory) die Position einnahm, die bislang zumeist Simon Phillips ausgefüllt hatte, noch griffiger und metallischer als Sherinians bisherigen Veröffentlichungen. „Leider konnte ich mit Simon Phillips nicht auf Molecular Heinosity arbeiten, manchmal verbietet es der Terminkalender. Das Ergebnis ist daher weniger von Jazz und Fusion beeinflusst, ich war also gezwungen, die Sache stärker an meine metallische Seite anzulehnen. Molecular Heinosity klingt schärfer als meine bisherigen Veröffentlichungen. Diese Scheibe ist mehr Progressive Metal.”

Bestes Beispiel dafür ist der ausladende Opener, ein 16minütiges Monumentalstück, das seine stilistische Dimension bereits im Titel ´Antarctica` artikuliert. „Ich wollte das Album mit einer sehr progressiven Trilogie eröffnen, so wie ich es auf meinem Debüt gemacht habe”, erklärt Sherinian. „Virgil Donati schrieb dieses epische Stück ganz im Geist von Planet X.”

Neben den Weltklasse-Gitarristen Rusty Cooley und Brett Garsed sowie dem Ausnahmetalent Taka Minamino ist Zakk Wylde der berühmteste Gast auf Molecular Heinosity. „Zakk Wylde und ich sind seit 20 Jahren befreundet. Er hat auf meinen letzten fünf Soloalben gespielt. Zakk bringt pure Kraft in alles, was er anfasst”, hört man Sherinians Freude deutlich heraus. „Außerdem war er auch textlich an ´So Far Gone` beteiligt, er besitzt eine Blankovollmacht, auf meinen Songs zu spielen.”

Ein Angebot, dass Wylde immer wieder gerne annimmt: „Es ist überraschend, dass wir unsere Arbeit überhaupt schaffen, denn wir lachen die ganze Zeit. Derek sagt nur, ´He Mann, ich möchte, dass du ein Solo dazu spielst.` Er erzählt mir von all den fabelhaften Musikern, die beteiligt sein werden und fordert mich auf, nur mein eigenes Ding zu machen. Das Leben ist so einfach – wir spielen, trinken Bier und lachen uns die Seele aus dem Leib. Normalerweise liege ich am Ende der Sessions ohnmächtig auf dem Boden oder auf der Couch.”

Derek Sherinian feiert sein 10. Jahr als Soloartist und sprengt weiterhin die Grenzen instrumentaler Heavy Musik.

Tracks
1. Antarctica
2. Ascension
3. Primal Eleven
4. Wings Of Insanity
5. Frozen By Fire
6. The Lone Spaniard
7. Molecular Intro
8. Molecular Heinosity
9. So Far Gone

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