Andreya Triana "Lost Where I Belong"

- Andreya Triana "Lost Where I Belong"
Ninja Tune
Soulsängerinnern gibt es wie Sand am Meer. Überall im Land, überall in der Welt gibt es Frauen die klingen wollen wie Alicia Keys oder Rihanna, wie Aretha Franklin oder Fontella Bass, wie Diana Ross, sogar wie Amy Winehouse oder Duffy. Wenige haben aber den Mut - oder die Stimme - so zu klingen wie sie selbst.
Der Titel von Andreya Triana's Debütalbum deutet zwar an, dass sie nicht genau wüsste wo sie herkommt oder wo sie hin möchte, aber das ist weit von der Wahrheit entfernt. Ob nun mit Flying Lotus, Theo Parrish, Mr. Scruff oder Bonobo, Triana blieb immer sie selbst und einzig sie selbst. Ihrer Verweigerung zur Anpassung hat sie zu verdanken, dass der Weg zu ihrem Debütalbum nicht so leicht war, wie sie sich diesen vielleicht vorgestellt hat. Sie arbeitete als Bedienung in einer Sushi Bar, einem Geschäft für Hörgeräte und packte Umschläge.
Aber sie machte immer weiter mit ihrer musikalischen Reise, einer Reise, die "Lost Where I Belong" dokumentiert. Über den Titel des Albums sagt sie: "Es handelt sich um das Gefühl, sich verloren vorzukommen obwohl man weiß, welchen Weg man im Leben nehmen sollte. Außerdem handelt es davon, weiterhin das Gesicht zu wahren." Dass Triana ihr Gesicht wahrte wurde belohnt als sie Simon Green aka Bonobo traf. Er fragte nicht nur, ob sie auf seinem Album "Black Sands" mitmachen möchte, sondern wollte auch ihr Album produzieren.
Die Beiden stellten den Sound ihrer Songs in Simon's Studio in East-London zusammen, arbeiteten mit Live-Musikern und beide spielten und benutzten Samples verschiedener Songs, um sie zu einem Stück Soul-Musik zusammenzufügen, das gleichermaßen zeitlos klassisch und absolut zeitgenössisch klingt. Vom dem sehnsüchtigen, Marimba-geführten "Draw The Stars" (wo man beinahe die Sternenbilder über dem eigenen Kopf spürt) über das epische Gebilde des Titeltracks, der merkwürdigen Rummelplatz-Benommenheit von "Daydreamers", dem relaxten Funk von "Up In Fire" oder der Stille des Schlusslichts "X" - "Lost Where I Belong" bietet eine tolle Stimme, fantastisches Songwriting und eine hervorragende Produktion.
Es ist eine scheinbar mühelose Kombination, die das Ergebnis von harter Arbeit, Glaube, Selbstvertrauen und Konzentration ist. Es ist ein Testament von Triana's Fähigkeiten und Talenten, dass wir den Geschichten um Sorgen lauschen können und in ihnen einzig Schönheit, Emotion und vor allem Soul finden.
Tracks
1. Draw The Stars
2. Lost Where I Belong
3. A Town Called Obsolete
4. Darker Than Blue
5. Daydreamers
6. Far Closer
7. Something In The Silence
8. Up In Fire
9. X
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